geschrieben von Mischa in Prickly Bay, Grenada · 31.03.2016 · 2 Kommentare ·

Fast ein Monat ist vergangen, aber die SAILOR MOON hat sich keinen Zentimeter bewegt, der Anker liegt immer noch an der Stelle, wo wir ihn damals mit Resa und Schmalzi fallen gelassen haben. Grenada gefällt uns einfach viel zu gut! Den Plan, noch diese Saison in die USA zu segeln, verwerfen wir recht bald, denn im Juni beginnt schon die Hurrikan-Saison in der Karibik und der Weg wäre noch sehr lang gewesen. Momentan schaut es so aus, als ob wir den Sommer auf den ABC-Inseln verbringen werden, aber wir haben ja laufend neue Ideen…
Trotz des schon längeren Aufenthalts ist uns alles andere als langweilig: Wir schwimmen in Wasserfällen, vollbringen das Kunststück, mit ein paar anderen Seglern trotz GPS im Dschungel den richtigen Weg nicht zu finden, Klettereien über umgestürzte Bäume und durch Bananenplantagen inklusive, oder wir spazieren einfach nur so zur übernächsten Bucht für ein Cola-Rum in Roger’s Barefoot Beach Bar oder ein Steak in der Whisper Cove Marina. Willi ist immer dabei, meistens gut gelaunt, und kommt aus dem Schauen kaum mehr heraus. Riesige Bambusstauden, Mahagoni-Bäume oder Palmen im Wald, dazwischen plötzlich Kühe oder Ziegen, einen Meter lange Leguane auf der Straße… es gibt viel zu entdecken! Gemeinsam mit Susanne und Knut von der SHOGUN und Uwe von der LANCHEN besuchen wir außerdem eine Rum-Destillerie im Norden der Insel. Hier wird seit mehr als 200 Jahren Rum hergestellt, die Zuckerrohrpresse wird seit 1785 von demselben Wasserrad angetrieben und die Kessel mit Holz beheizt. Die etwas unmotivierte Führung durch die Anlage machen wir mehr als wett, indem wir stundenlang vor der Verkostungsstation herumhängen und die angebotenen Rumsorten ausgiebigst testen. Kreuzfahrtschiff-Touristen kommen und gehen, wir bleiben. Jaqueline und Susanne bekommen von einem Mitarbeiter eine kleine Privatführung und erfahren die wirklich interessanten Details über die Anlage: Von den 74 Mitarbeitern sind 73 ständig betrunken (wer wer ist, wollte er nicht verraten), die Explosion des einen Kessels letzte Woche beunruhigt niemanden wirklich, und überhaupt gab es in den letzten vierzehn Jahren nur einen erwähnenswerten Unfall, als einer der Mitarbeiter nach zu viel Rum in einen der Tanks gefallen (oder gesprungen?) ist, passiert ist ihm aber zum Glück nicht viel.
Meinen dreißigsten Geburtstag feiern wir zu dritt mit Burgern, Bier und Schoko-Smoothies beim Grillmaster in der Stadt, und für das Geburtstagsgeschenk von Jaqueline müssen wir unser Boot ein kleines bisschen umbauen, dafür sind wir jetzt garantiert das einzige Schiff in der Bucht, das ein Moving Head an Bord hat. Unglaublich unnötig auf einem Segelboot, aber sowas von genial 🙂

Susanne, Jaqueline, Willi und Mischa vor einer Wanderung

Susanne, Jaqueline, Willi und Mischa vor einer Wanderung

Der Weg zu den Wasserfällen, nicht ganz einfach!

Der Weg zu den Wasserfällen, nicht ganz einfach!

zwei der Seven Sister Falls

zwei der Seven Sister Falls

Wasserfall-Selfie mit Willi

Wasserfall-Selfie mit Willi

Jaqueline beim Baden

Jaqueline beim Baden

Willi schaut

Willi schaut

Happy birthday to me!

Happy birthday to me!

Moving Head

Moving Head

Fruchtcocktails, diesmal ohne Rum

Fruchtcocktails, diesmal ohne Rum

Geburtstagsfrühstück

Geburtstagsfrühstück

Geburtstag beim Grillmaster

Geburtstag beim Grillmaster

mittendrin statt nur dabei

mittendrin statt nur dabei

Ansonsten investieren wir einiges an Zeit und Geld in unser Dinghy, für 600 USD leisten wir uns einen gebrauchten Außenbordmotor und sind endlich wieder so richtig mobil. Nach tagelangem Überlegen kaufen wir außerdem beim Holzhändler eine riesige Sperrholzplatte, und spendieren (nachdem wir das Ding irgendwie an Bord gebracht haben) unserem Beiboot einen festen Holzboden. Zum Schluss nähen wir noch einen Überzug, um das empfindliche Material vor der Sonne zu schützen. Mit diesem Konstrukt düsen wir oft mehrmals täglich zwischen der SAILOR MOON und den diversen Dinghy-Stegen in der Bucht hin und her. Es ist zwar nicht unbedingt eine Augenweide, aber nachdem wir die Preise für neue Beiboote hier gesehen haben, hoffen wir, dass unseres noch möglichst lange hält.
Dieses Wochenende wollen wir aber wirklich weitersegeln, hauptsächlich, weil wir uns nur für einen Monat Internetzugang geleistet haben und die Frist bald abläuft. Außerdem wollen wir ja doch noch ein paar andere Inseln kennenlernen. Momentan heißt das Ziel Martinique, wo wir vor allem Tom von der CARIAD wiedertreffen wollen. Der momentan sehr starke Wind soll übermorgen abnehmen, und dann werden wir sehen, ob und wie segeln mit Baby wirklich so funktioniert.

Endlich sind wir auch richtige Cruiser!

Endlich sind wir auch richtige Cruiser!

unser Million Dollar Baby

unser Million Dollar Baby

Chillen 1

Chillen 1

Schwimmwestentest

Schwimmwestentest

Chillen 2

Chillen 2

Genuareparatur in der Enge unter Deck

Genuareparatur in der Enge unter Deck

früh übt sich...

früh übt sich…

wiedermal am Strand

wiedermal am Strand

Partnerlook

Partnerlook

so sieht ein baby-gerechtes Vorschiff aus

so sieht ein baby-gerechtes Vorschiff aus

den Ort zum Windeln wechseln kann man sich nicht immer aussuchen

den Ort zum Windeln wechseln kann man sich nicht immer aussuchen


2 Comments

  1. Wolfgang u. Maria

    Schöne Fahne!
    Freuen uns, dass ihr so gerne wandert!
    Praktische Wickelkommode und geniales Vorschiff.
    Der Willi hats wirklich gut!
    Gute Fahrt!
    Lg Wo&Ma

  2. Tolle fot os !!!
    Gruesse und kuesse oma

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